Bericht Woche 4 (14. – 18.3.22) : Vorprojekt „Weiterentwicklung des Sportunterrichts an Sekundarschulen in Dominica“

Bericht Woche 4 (14. – 18.3.22) : Vorprojekt „Weiterentwicklung des Sportunterrichts an Sekundarschulen in Dominica“

Nach den umfassenden Tests im Osten von Dominica standen in dieser Woche noch einige Besuche an Schulen im Westen auf dem Programm. Auch in dieser Woche funktionierte die Zusammenarbeit mit der Sports Division hervorragend. Schliesslich wurde die umfassende MOBAK Testserie mit 348 Tests an 25 Schulen in Savanne Paille beendet. Bereits konnten die Daten von der PH Zürich erfasst und erste Ergebnisse retourniert werden. Wir werden an dieser Stelle darüber berichten.

Am Sonntag sind wir in am Mero Beach angekommen. Edmond Audine von der Sport Division hat uns wärmstens empfangen und uns zur neuen Unterkunft in der Campeche Villa von Janet geführt. Erneut haben wir uns durch die zuvorkommende Art von Audine – niemand nennt ihn Edmond, und den herzlichen Empfang von Janet sehr wohl gefühlt. Mit Audine haben wir den Treffpunkt an der St. Joseph Primary School abgemacht.

Auch diese Woche hat die Zusammenarbeit mit der Sports Division und damit die ganze Organisation und der Durchführung der Tests an den Schulen bestens funktioniert. Am Montag- und Donnerstagmorgen hat uns Edmond Audine und am Dienstag, Donnerstagnachmittag und Freitag Curnia James bei den Tests unterstützt. Die Zusammenarbeit war hervorragend und die Arbeit im Team hat richtig Spass gemacht. In der Folge sprechen die Bilder jeder Schule für sich:

Kalleb Laurent Primary

Salisbury Primary

Newtown Primary

ITSS

Roseau Primary

Dominica Grammar School

Convent High School

St. Mary’s Academy

St. Mary’s Primary

Am Freitag hatten wir nochmals einen Mammuttag und dank der hervorragenden Vorarbeit von  Curnia James, welche für den District von Roseau verantwortlich ist, gelang es, in kurzer Zeit noch an vier Schulen zu testen. Danach war die intensive dreiwöchige Testphase «all over the island» abgeschlossen. Insgesamt konnte an 25 Schulen getestet und dabei die Daten von 348 Schülerinnen und Schülern gesammelt werden.

Zum Abschluss dieser intensiven Tage sind wir mit Curnia und Kevin James und Don Leogol von der Sport Division Pizza essen gegangen. Zudem hat Curnia ihr Versprechen gegenüber unseren Kindern Lielle und Thilo von vorangegangener Woche eingehalten und sie wurden im Hafen von Roseau zum Glaceessen eingeladen – einfach herzerwärmend! Die Dankbarkeit gegenüber dem, was wir die letzten Wochen erleben durften, ist nicht in Wort zu fassen.

Am Freitag haben wir die Rohdaten per Mail in die Schweiz gesendet. Kathrin Bretz von der PH Zürich hat die Daten entgegengenommen und im SPSS (Statistikprogramm) erfasst. Mit einem riesigen und vor allem unglaublich schnellen Effort hat sie uns bereits am Sonntag erste Ergebnisse retourniert. Herzlichen Dank Kathi!

Am Montag kehren wir zurück an unseren Ausgangpunkt in Savanne Paille in den unfassbar schönen Bungalow von Chris und Andy. Dort, wo wir unseren unvergesslichen Einsatz für Sport Aid Dominica fünf Wochen zuvor gestartet haben. In der nächsten Woche werden wir versuchen, die wichtigsten Erkenntnisse aus den Ergebnissen der Tests und unseren Eindrücken in einem Bericht zusammenzufassen. Es stehen spannende Gespräche mit Prof. Dr. Ilaria Ferrari, Prof. Dr. Christian Hermann, Sämi Maurer und Kathrin Bretz bevor, in denen wir die ersten Erkenntnisse diskutieren sowie die nächsten Schritte planen. Die Vorfreude ist gross! Von dieser letzten Dominicawoche werden wir natürlich ein letztes Mal berichten.

Peace!!!

Coli & Tobi

Bericht Woche 3 (7. – 11.3.22) : Vorprojekt „Weiterentwicklung vom Sportunterricht an Sekundarschulen in Dominica“

Bericht Woche 3 (7. – 11.3.22) : Vorprojekt „Weiterentwicklung vom Sportunterricht an Sekundarschulen in Dominica“

In dieser Woche standen die MOBAK Tests an verschiedenen Schulen im Osten von Dominica auf dem Programm. Auch wenn die Planung aufgrund des erfolgten Schulstarts und des Wetters zum Teil umgestaltet werden musste, konnten die Tests dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit der Sports Division und den involvierten Sports Officern erfolgreich und zur Freude von vielen Schüler*innen und Lehrpersonen durchgeführt werden.

Umzug an die Ostküste Dominicas

Am Samstag haben wir unsere sieben Sachen nach Marigot gezügelt. In einer einfacheren Unterkunft namens «My fathers place» haben wir uns eingerichtet. Von hier aus werden wir, in Begleitung von Godwin Dorsette , Kevin und Caurnia James von der Sportdivision, Schulen an der Ostküste besuchen. Am Sonntag haben wir das nahegelegene Kalinago Territory besucht. In einer Art Freilichtmuseum informierten wir uns über die Geschichte und Lebensart der Kalinago. Wir freuen uns schon sehr, auch in diesem Gebiet Primarschulen besuchen zu dürfen. Nachdem wir am Sonntagabend Godwin Dorsette erreichen konnten, trafen wir uns am Montagmorgen, um die Termine an drei Schulen wahrzunehmen. Wir haben uns schon am Vortag gefragt, wie willkommen wir am ersten Schultag nach mehrmonatiger Coronapause wohl sein würden.

North East Comprehensive School (NECS)

Um 9 Uhr morgens fuhren wir auf das grosse Schulgelände der North East Comprehensive School (NECS). Die Schülerinnen und Schüler standen alle in Uniform auf dem Schulgelände herum, während sich die gesamte Lehrerschaft in einer Sitzung befand. Unseren Kindern Lielle und Thilo ist aufgefallen, dass niemand laut war, geschweige denn auf dem Pausenplatz herumgerannt ist. Auch hier machte sich die alte Englische Schule, an welcher sich Dominicas Schulsystem orientiert, bemerkbar. Die Absicht war es, den Principal dieser Schule zu treffen. Dass dies heute nicht möglich sei, teilte uns seine Sekretärin nach einer halben Stunde mit.

Woodford Hill Primary

Die Zeit bis zum nächsten Testtermin in Woodford Hill nutzten wir, um die beiden Primarschulen, welche am Donnerstag zum Test anstehen, zu besichtigen. Dies war sicherlich gut, da wir somit die Situation vor Ort nun schon kannten. Mit einer Secondary- (NECS) und zwei Primaryschools wird der Donnerstag ohnehin ein voller Tag werden.

Am Montagnachmittag reisten wir dann nach Woodford Hill an die Primarschule. Auf dem Sportplatz und in einem Schulzimmer konnten wir mit mehreren Regenunterbrüchen die Tests mit allen Schülerinnen und Schülern durchführen.

Castle Bruce Primary

Für den Dienstag standen Castle Bruce Primary und San Sauveur Primary auf dem Plan. Die Strasse nach Castle Bruce wird momentan saniert. Dies bedeutet, dass die Strasse über mehrere Kilometer aufgerissen war und somit ein «bumpy ride» mit unserem Subaru bevorstand. «Fingers crossed», dass nicht plötzlich eine Federung oder Achse bricht – geschweige denn die Bremsen plötzlich einmal ihren Geist aufgeben.

In Castle Bruce angekommen trafen wir Kevin James und seine Frau Caurnia James. Beide sind Sportsofficers der Sport Division von je einem District. Zusätzlich hatten Sie Don Leogal dabei, welcher als Fussballcoach von der Sport Division angestellt ist. Mit diesem Team waren wir in Castle Bruce sehr speditiv unterwegs.

San Sauveur Primary

Nach einer Fahrt entlang einer kleinen Zwölffingerdarmstrasse gelangten wir schliesslich an einen sehr abgelegenen Ort namens San Sauveur. Die Schule lag direkt am Meer. Die Schüler- wie auch Lehrerschaft haben uns sehr herzlich empfangen und die Tests konnten nach einem Regenschauer ins Trockene verlegt werden. Der Schulbus, welcher die Kinder in ihr abgelegenes Zuhause bringen wollte, musste kurz auf uns warten. Nach einem etwas hektischen Abschluss war auch dies ein erfolgreicher Testtag. Auf dem Nachhauseweg gingen wir uns im Emerald Pool abkühlen. Zur Belohnung waren wir ganz allein da, was bei dieser bekannten Attraktion Dominicas wohl eher selten der Fall sein dürfte. Am Mittwoch hatten wir einen freien Tag und konnten die zwei Wasserfälle «Spanny Falls» und den «Sandybeach» in einer  wunderschönen versteckten Badebucht in Marigot besuchen.

NECS und Wesley Primary

Nach dem wir erfuhren, wo wir am Donnerstagmorgen Godwin Dorsette treffen sollten, fuhren wir um 8 Uhr nach einem salzigen «dominicanischen Early-Breakfast» los.

Nach den Tests an der NECS fuhren wir direkt an die Primaryschool von Wesley. Dort wurden wir von einer riesigen Wetterfront überrascht. Nach den kurzen und heftigen Regenfällen blieb der starke Wind vorhanden. Diesem waren unsere Testaufbauten grossteils ausgesetzt. Alles musste mit Steinen beschwert werden, was dann auch klappte. Allerdings wurden die Testresultate der Schülerinnen und Schüler von Wesley sicherlich durch die erschwerten Windbedingungen negativ beeinflusst. Es war uns klar, dass die Testbedingungen durch die unterschiedliche Infrastruktur und die Durchführung draussen nicht immer optimal sein würden. Dies wurde in Wesley stark spürbar.

Marigot Primary

Durch die Wetterbedingungen und dem damit zusammenhängenden unstrukturierteren Ablauf der Tests, dauerte unser Aufenthalt in Wesley länger als geplant. Wir mussten daher direkt zur Primary School in Marigot fahren. Dort konnten wir die Tests mehrheitlich in dem Gebäude des Community Centers durchführen. Der lange Raum bot Platz für Tests bei Indoorbedinungen und sehr gutem Bodenbelag. Ein starker Kontrast zu den «stormy Outdoor Tests» in der Nachbarsgemeinde zuvor.

Nachdem wir nun von 8 Uhr bis 14 Uhr ununterbrochen unterwegs waren, war der Hunger und die Müdigkeit deutlich spürbar. Eine schnelle Verpflegung zu finden ist in dieser Region, zumindest für uns, nicht immer einfach.

Am Freitag durften wir wieder entlang der Küstenstrasse durch das Kalinago Territory fahren. Die wendige Küstenstrasse bot beeindruckende Ausblicke auf den momentan wilden Atlantik. Die Natur von Dominica ist unglaublich, was in jedem zweiten Satz erwähnt werden könnte.

Sineku Primary School

An der Sineku Primary School wurden wir mit offenen Armen und Herzen empfangen. Wir trafen uns wieder mit dem Team bestehend aus Kevin James, Curnia James und Don Leogal von der Sport Division, wie abgemacht direkt an der Schule. Die Zusammenarbeit mit diesem Team funktioniert hervorragend. Wir sind ein super «Swiss-Dominican» Gespann und haben gemeinsam grossen Spass beim speditiven Arbeiten. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich für die tolle gemeinsame Zeit bedanken.

Auf einem atemberaubend gelegenen Sportplatz, der 1998 in Zusammenarbeit mit Sport Aid Dominica gebaut wurde, kam bei den Tests in Sineku richtig tolle Stimmung auf. Die Kids waren topmotiviert und das gemeinsame Sporttreiben war einfach genial. Ohne Wasser von oben, dafür mit viel Schweizer-Salzwasser von innen, war es eine Freude an der Primary School von Sineku zu Gast sein zu dürfen.

Castle Bruce Secondary School

Nachdem wir alles wieder im Subaru verstaut hatten, ging es weiter in Richtung Castle Bruce Secondary School. Auch hier funktionierte das Team super. Die Schule war vom Team der Sports Division gut informiert worden und bei unserer Ankunft startbereit. Die Schülerinnen und Schüler haben ebenfalls motiviert mitgemacht. Ausserdem sind viele Lehrpersonen der Schule auf dem Sportplatz gewesen und haben ihrer Schülerschaft motivierend beigewohnt. Das Interesse seitens der Schule war spürbar und hier die Tests durchzuführen «a blessing».

Auf dem Nachhauseweg haben wir wieder einmal Bargeld abheben und den Subaru auftanken können. Nach einer Abkühlung in einem eindrücklichen Naturpool nahe unserer zweiten Unterkunft (Hibiscus Valley Inn) sitzen wir nun hier. Wie jeden Abend schreiben Coli und ich gemeinsam an diesem Bericht und «döggelen» noch die Daten des Tages in die wachsende Exceltabelle.

Es ist an der Zeit unsererseits Danke zu sagen

Herzlichen Dank an dieser Stelle an die Sport Division Dominica unter der Leitung von Trevor Shillingford für die tolle Zusammenarbeit. Die Unterstützung der Sport Division ist von unverzichtbarem Wert. Ohne diese wäre ein Projekt dieser Art gar nicht möglich. Zudem ist diese gelingende Zusammenarbeit sehr wichtig für die nachhaltige Implementation der von der Sports Division angegangenen und von Sport Aid Dominica unterstützten Weiterentwicklung vom Sportunterricht an Sekundarschulen in Dominica. Dieses Vorprojekt soll in diesem Sinne eine optimale Grundlage legen für das gleichnamige Projekt, dessen Umsetzung für 2023/2024 geplant ist.

Herzlichen Dank an Andy und Chris, für die hervorragende Organisation vor Ort, die tolle Zusammenarbeit, die herzliche Gastfreundschaft und die tollen Gespräche. Wir haben euch innert kürzester Zeit tief in unsere Herzen geschlossen – as you say – «chosen family».

Herzlichen Dank an Sämi Maurer, für das Ermöglichen dieses Erlebnisses von der Schweiz aus. Sämi hat uns den Kontakt nach Dominica überhaupt ermöglicht (dies ist eine lange Geschichte). Schon zu Hause in Sursee hat er uns besucht und uns mit Geschichten und Bildern seiner Aufenthalte in Dominica bei Andy und Chris den Weg bereitet.

Herzlichen Dank an Prof. Dr. Ilaria Ferrari und Prof. Dr. Christian Hermann von der PH Zürich für die Zusammenarbeit in diesem Projekt und insbesondere für die Zurverfügungstellung der gesamten Mobakstudie und des Testmaterials. Sowie für die Unterstützung im Zusammenhang mit der Vorbereitung des Pilotprojekts und die bevorstehende statistische Auswertung.

Last but not least: Danke allen die unsere Berichte lesen und uns von überall her nette und motivierende Kommentaren schreiben.

Am Sonntag geht es weiter nach Mero. In einer neuen Unterkunft werden wir von dort aus Schulen im Südwesten von Dominica besuchen dürfen.

«Catch y’all later and always remember: every little thing is gonna be alright!»

Coli und Tobi

Bericht Woche 2 (28. – 4.3.22) : Vorprojekt „Weiterentwicklung vom Sportunterricht an Sekundarschulen in Dominica“

Bericht Woche 2 (28. – 4.3.22) : Vorprojekt „Weiterentwicklung vom Sportunterricht an Sekundarschulen in Dominica“

Nach den erfolgreichen Pilottests konnten an verschiedenen Schulen die Dominicanische Version der MOBAK Tests erstmals durchgeführt werden. Die Aktivitäten wurden dabei gemeinsam mit der Sports Division umgesetzt.

Nach einem langen Carneval-Weekend konnten wir am Mittwoch mit dem Testen beginnen. Es bot sich uns somit Zeit, den Norden von Dominica zu erkunden. Ausserdem haben wir die Erkenntnisse vom Testdurchlauf an der Primary School von Savanne Paille ausgewertet.

Dabei haben wir Verbesserungen an unserem Testmaterial vorgenommen. Für den Dribbling- und Bouncing Test müsste jeweils ein Korridor abgeklebt werden. Dieser darf mit dem Ball nicht verlassen werden. Da das Ausmessen dieses Korridors jeweils viel Zeit in Anspruch nehmen würde und Tape auf den unterschiedlichen Unterlagen, Hallenboden wie in der Schweiz ist bekanntlich Fehlanzeige, nicht halten würde, haben wir einen mobilen Korridor gebastelt.

Dieser beruht auf dem Vorbild von Beachvolleyballfeldlinien und besteht aus Metallgewichten und ausrangierten Markierungsbändern aus der Schweiz. Die Gewichte wurden auf die exakten Distanzen eingeknotet und die Positionen der Pilonen mit unterschiedlichen Farben (Basketball rot / Fussball grün) mit Markern eingezeichnet. Innert kurzer Zeit lässt sich nun dieser Korridor auslegen und die Pilonen am richtigen Ort aufstellen.

Am Mittwoch sind wir dann für den ersten Test erneut an die Primary School von Savanne Paille gefahren. Mit dem Sport Aid Dominica Mobak Subaru sind wir erneut eingetroffen und haben den Parkour aufgebaut. Nach einem Einwärmen, welches die unterschiedlichen Bewegungen, welche für die Tests benötigt werden, wie zum Beispiel der seitliche Nachstellschritt (Shuffle) haben wir die acht Posten in zwei Mal vier Tests aufgeteilt. Die Kinder wurden in vier Gruppen aufgeteilt und haben die Tests jeweils der Reihe nach durchgeführt. Dabei ist jeweils jemand von uns zur Demonstration und Resultaterfassung bei einem Posten gestanden. Die Sports Division hat uns dabei tatkräftig unterstützt. Der für diese Region zuständige Sport Officer, Ellington Sabin, hat mit zwei Sportlehrpersonen bei der Durchführung der Tests mitgearbeitet. Sie werden uns auch am nächsten Tag an zwei Schulen auf der anderen Seite des Vulkans begleiten.

Am Donnerstagmorgen wurden wir von Ellington Sabin und seinen beiden Sportlehrpersonen in Savanne Paille abgeholt. Wir folgten dem weissen Honda SUV von Ellington auf einer steilen Bergfahrt durch den Vulkankrater hinunter zur Penville Primary School. Die Kulisse war beeindruckend. Die Schule liegt an einem Steilhang über dem Meer. Die Platzverhältnisse für die Tests waren herausfordernd, da es an dieser Schule nicht wirklich einen grossen Platz, mit für unsere Test brauchbarem Untergrund, vorhanden war. Mit einer guten Portion Kreativität und optimistischer Herangehensweise ist es uns trotzdem gut gelungen mit den Schülerinnen und Schülern das Programm zu bestreiten.

Nach den Tests in Penville hatten wir eine lange Mittagspause bis wir an der Primarschule von Paix Bouche erwartet wurden. Wir fragten Ellington, ob es ein Restaurant gäbe, wo wir Mittagessen könnten. Er meinte nur, dass er was kenne, dies jedoch nicht wirklich ein Restaurant sei. So haben wir die Mittagspause in einer Art kleiner Spielhölle mit Spielautomaten verbracht. Die Speisekarte bestand aus frittiertem Chicken mit ranzigen Pommes 😉.

In Paix Bouche angekommen, haben wir schnell festgestellt, dass die Herausforderungen bezüglich Terrain weniger gross waren. Die Schülerinnen und Schüler von Paix Bouche haben uns bereits erwartet. Die Motivation war spürbar gross und die Kinder waren sehr herzlich. Es war eine wahre Freude in Paix Bouche Gast zu sein. Nach dem Test haben wir die Schlaufe durch die beeindruckende Natur in Richtung Portsmouth fertig gefahren. Wie an fast jedem Feierabend gingen wir noch ins Meer baden. Einfach herrlich…

Am Freitag standen noch ursprünglich vier Schulen auf dem Programm. Aus unterschiedlichen Gründen, vor allem aber weil endlich die Schulen aller Stufen auf Dominica am Montag den regulären Präsenzunterricht wieder aufnehmen, hat eine Secondary School ganz abgesagt. Von der zweiten hätten wir eigentlich auch keine Schülerinnen und Schüler mehr erwartet. Erfreulicherweise sind am Nachmittag dann doch fünf Kandidatinnen auf dem Basketball Court von Portsmouth aufgetaucht.

Am Morgen stand die St. Johns Academy und die Portsmouth Secondary auf dem Programm. Nach der Mittagspause waren die St. Johns Primary und die Roosevelt Douglas Primary zu Gast. Ellington hat organisiert, dass wir das Testmaterial auf dem zentralen Basketballfeld aufstellen konnten. Die Schülerinnen und Schüler der nahegelegenen Schulen sind für die Testdurchgänge alle dorthin gekommen. An dieser Stelle vielen Dank an die Sports Division für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung bei der Planung und Umsetzung der Projektarbeiten.

Es war ein genialer Tag mit vielen Schülerinnen und Schülern auf dem Basketballcourt von Portsmouth. Zu Beginn hatten uns einige kurze Regengüsse zu kleinen Cooldownpausen gezwungen. Am Nachmittag brutzelte uns die Karibiksonne auf dem offenen Betonplatz gehörig durch. Der «Feierabendschwumm» in der Purple Turtle Bay war noch nie besser.

Und somit geht eine kurze, aber sehr intensive Woche im Norden Dominicas zu Ende. Am Wochenende heisst es für uns die sieben Sachen zu packen und mit allem Testmaterial an die Ostküste zu wechseln. Von Marigot aus werden wir viele Schulen an der Ostküste von Dominica besuchen dürfen. Das Abenteuer geht weiter. Wir freuen uns schon sehr darauf.

Coli und Tobi

Bericht Woche 1 (19. – 26.2.22) : Vorprojekt „Weiterentwicklung vom Sportunterricht an Sekundarschulen in Dominica“

Bericht Woche 1 (19. – 26.2.22) : Vorprojekt „Weiterentwicklung vom Sportunterricht an Sekundarschulen in Dominica“

Unsere Familie (Coli, Lielle, Thilo und Tobi) ist nach einer Woche «Anklimatisieren» auf Martinique gut in Dominica angekommen. Nachdem uns Jerome am Hafen in Roseau abgeholt hatte, fuhren wir auf der Küstenstrasse Richtung Norden. Oberhalb von Portsmouth erreichten wir unser Ziel. Von Andy und Chris wurden wir herzlich empfangen. Wir haben uns sofort wohl gefühlt und freuten uns riesig auf das bevorstehende Projekt. Chris, Andy und Jerome haben uns in ihr Territorium eingeführt und direkt mit allen Leuten, welche uns begegnet sind, bekannt gemacht. Beeindruckt von dem wunderschönen Bungalow, der Landschaft und den Leuten, freuten wir uns sehr auf das bevorstehende Pilotprojekt.

Welcome to Dominica!

Am Dienstag haben wir eine Sitzung abgehalten, bei welcher wir den Ablauf des Pilotprojekts und somit die bevorstehenden fünf Wochen besprochen haben. Viel Vorarbeit wurde bereits geleistet. Das Programm ermöglicht eine umfangreiche Testphase an verschiedenen Schulen über die ganze Insel verteilt. (Einen genauen Projektbeschrieb gibt es hier.) Wir erhalten dabei die Möglichkeit, viel von der Insel Dominica, ihrer Kultur und deren Leuten kennen zu lernen.

Erstes Meeting (v.l.n.r: Andy, Coli, Tobi)

Bevor die Mobak-Tests durchgeführt werden können, müssen zuerst alle Materialien hergestellt werden. Bei der Mobak-Studie sind alle Tests auf europäische Turnhallen und deren Sportgeräte ausgerichtet. In Dominica gibt es weder Hallen noch eine grosse Auswahl an Sportgeräten. Wichtig für unser Werken war somit, dass die Sportmaterialien die gleichen Tests zulassen, jedoch mobil sind und in Zukunft nachgebaut werden könnten. Somit machten wir uns an die Arbeit und während zweier Tage wurde geschreinert. Wurfbälle, Zielscheibe etc. haben wir als Vorlagen aus dem originalen Mobak-Koffer (gesponsert von der PH Zürich – herzlichen Dank!) aus der Schweiz importiert. Das Material wurde anschliessend noch aus dem Fundus des Sport Aid Dominica Containers komplettiert. Die Testbatterie Dominican style war somit ready!

Erstellung der Mobak Testmaterialien für das Vorprojekt

Am Donnerstag hatten wir einen Sitzungstermin mit Trevor Shillingford (Nationaler Sportdirektor) und zwei Sportsofficers (Ellington Sabin und Godwin Dorsette), um sich über den Stand der Dinge, unser gemeinsames Vorhaben und die möglichen Ziele der Pilotstudie zu unterhalten. Es war eine spannende, aufschlussreiche und nicht zuletzt motivierende Sitzung. Trevor Shillingford hat sein Team gut organisiert und damit beauftragt, uns jeweils in ihrem District tatkräftig zu unterstützen.

Meeting Sports Division und Sport Aid Dominica (v.l.n.r.: Ellington, Godwin, Trevor, Tobi, Coli)

Am Freitagmittag hiess es zum ersten Mal den Subaru mit Schweizer Aufkleber am Heck zu packen😉. Wir fuhren an die Primary School Savanne Paille, um mit drei Schülerinnen und Schülern unsere Testaufbauten auszuprobieren. Mit guten Erkenntnissen heisst es nun, während dem verlängerten Carneval-Weekend, kleine Anpassungen zu machen und einen Aufbauplan für die reibungslose Durchführung zu erstellen. Ab nächstem Mittwoch geht es dann so richtig los und wir werden täglich zwei Schulen besuchen dürfen.

Let’s go!!!

Coli und Tobi

Vorprojekt „Weiterentwicklung vom Sportunterricht an Sekundarschulen in Dominica“

Vorprojekt „Weiterentwicklung vom Sportunterricht an Sekundarschulen in Dominica“

Diese Tage werden Tobias Spinnler (Sportlehrer an der Kanti Baden) und Nicole Steinmann (Lehrerin an der Oberstufe in Dagmersellen) im Rahmen ihres Sabbaticals für Sport Aid Dominica unterwegs sein. Sie werden das Vorprojekt für das Secondary School Projekt Transforming the Delivery of Physical Education & Sports at Secondary Schools in Dominica / Weiterentwicklung vom Sportunterricht an Sekundarschulen in Dominica umsetzen.

Geplant ist, dass sie mit den verantwortlichen Sportsofficern eine repräsentative Auswahl von Sekundarschulen besuchen, um sich ein umfassenderes Bild machen und Kontakte zu den Schlüsselpersonen herstellen zu können.

Zudem werden sie die MOBAK Tests (http://mobak.info/mobak/) für die 5. und 6. Primarschulstufe ausprobieren und an die örtlichen Voraussetzungen betreffend Material und Durchführung anpassen. Dazu werden sie an auserwählte Schulen in diversen Regionen Pilot Tests von motorischen Basiskompetenzen der Schüler*innen durchführen. Die PHZH, unter der Leitung von Ilaria Ferrari und Christian Herrmann, unterstützt uns dabei in der Vorbereitung und Evaluation der Pilottests.

Übergreifendes Ziel ist es, mit regelmässigen sportmotorischen Tests die Qualität des Sportunterrichts längerfristig zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Zudem sollen die Erkenntnisse aus dem Vorprojekt direkt ins Curriculum der Hauptprojekts vom kommenden Jahr einfliessen.

Zudem werden wir in hier regelmässig über den Einsatz von Coli und Tobi informieren. An dieser Stelle herzlichen Dank für euren Einsatz!